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Ausführung von Stahlbetonbodenplatten: Fugen, Betonieren und Nachbehandlung

Ausführung von Stahlbetonbodenplatten: Fugen, Betonieren und Nachbehandlung


(Fortsetzung von Teil 1: Stahlbetonbodenplatten)

Einleitung. Wie im vorherigen Artikel erläutert, sind Stahlbetonbodenplatten ein wesentliches Bauteil zur Sicherstellung der Gebäudesalubrity und Dauerhaftigkeit. Sie verhindern Feuchteschäden, Wärmeverluste und Schäden an der Gebäudeperipherie. Im Folgenden werden die abschließenden Ausführungsschritte beschrieben.

e. Fugen bei Stahlbetonbodenplatten

Fugen sind notwendig, um Bewegungen aufzunehmen und innere Spannungen in der Bodenplatte zu vermeiden. Man unterscheidet vier Hauptarten:

  • 🧱 Isolationsfugen
  • 🧩 Konstruktionsfugen
  • ↔️ Schwindfugen
  • 🌡️ Dehnfugen

Ausführung von Stahlbetonbodenplatten: Fugen

Isolationsfugen

Isolationsfugen trennen die Bodenplatte von festen Bauteilen wie Wänden, Stützen, Schächten oder Kontrollöffnungen, um Spannungen durch Behinderung von Bewegungen zu vermeiden.

  • Übliche Dicke: 10–20 mm
  • Material: kompressibel (z. B. expandiertes Polystyrol)

An Stützenfüßen ist bei Bodenplatten ohne Endbelag ein kompressibles Material mit mindestens 25 mm Dicke vorzusehen. Wird der Bodenbelag später ausgeführt, ist ein umlaufender Hohlraum (rauten-, quadrat- oder kreisförmig) freizulassen, um die Betonage nach dem Einbringen des Fugenmaterials abzuschließen.

Konstruktionsfugen

Konstruktionsfugen unterteilen die Bodenplatte in Felder, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten betoniert werden. Sie können mit glatten Flächen oder Nut-und-Feder-Profilen ausgeführt werden.

Empfehlungen zur Ausführung:

  • 📐 Verwendung exakt rechtwinkliger Schalungen
  • 🔨 Sorgfältige Verdichtung des Betons an der Schalung
  • 🎯 Saubere Ausbildung der Plattenränder
  • 📏 Exaktes Höhenniveau benachbarter Platten

Bei ungeplanten Unterbrechungen der Betonage sind folgende Maßnahmen möglich:

  • Entfernung des Frischbetons bis zur nächstgelegenen vorgesehenen Konstruktionsfuge
  • Ausbildung einer Konstruktionsfuge mit Anschlussbewehrung zur Kraftübertragung

Konstruktionsfugen sind stets im mittleren Drittel des Abstands zwischen den Schwindfugen anzuordnen.

Schwindfugen

Schwindfugen ermöglichen horizontale Bewegungen der Plattenfelder und reduzieren Spannungen infolge von Trocknungsschwinden und Temperaturänderungen.

  • Schnitttiefe: 1/4 bis 1/3 der Plattendicke
  • Üblicher Abstand: 4–6 m (25–30-fache Plattendicke)
  • Im Außenbereich: Abstand < 4 m

Dehnfugen

Dehnfugen werden in Abständen von 20–30 m angeordnet und müssen mit den Gebäudedehnfugen übereinstimmen.

f. Betonieren und Verdichten

Die Bodenplatte wird abschnittsweise in einem Schachbrettmuster betoniert. Die Betonfestigkeit muss den Projektvorgaben entsprechen.

  • Konsistenz: plastisch (Setzmaß 3–5 cm ±1 cm)
  • Maximale Korngröße: 40 mm
  • Grober Zuschlag: Korngruppen 5–12, 12–25 und 25–40 mm
  • Sandäquivalent > 80

Die Verdichtung erfolgt durch Rütteln. Bei Entmischung des Betons ist die Betonage zu unterbrechen.

Die Oberfläche wird durch Abziehen hergestellt. Lokale Unebenheiten von mehr als 3 mm unter einer 3-m-Richtlatte sind unzulässig. Die Enddicke der Platte muss den Projektangaben entsprechen, mit Toleranzen von −1 cm / +1,5 cm.

g. Nachbehandlung des Betons

Die Nachbehandlung erfolgt mit speziellen Nachbehandlungsmitteln, die eine Oberflächenmembran bilden und das Wasser im Beton halten. Die Anwendung erfolgt durch Sprühen oder Rollen.

Alternativ können Polyethylenfolien mit einer Mindestdicke von 0,1 mm verwendet werden, die auf die noch feuchte Oberfläche aufgelegt und 45 cm überlappt werden.

Eine Nassnachbehandlung ist nur mit ausdrücklicher Zustimmung der Bauleitung zulässig.

h. Schutz der fertigen Bodenplatte

  • 🚧 Befahren mit Maschinen ist in den ersten 3 Tagen nicht zulässig
  • 🛡️ Bei Bodenplatten mit Endbelag ist eine Abdeckung mit Polyethylenfolie und einer 4–5 cm dicken Sandschicht vorzusehen

Artikel veröffentlicht vom Redaktionsteam Vilssa · Bauwesen und Sanierung.

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