Abgehängte Decke im Haus installieren: Typen, Einsatzbereiche und Preise
Eine abgehängte Decke im Haus installieren: Typen, Einsatzbereiche und Richtpreise
Definition. Eine abgehängte Decke ist ein unter der Rohdecke montiertes Deckensystem, mit dem Installationen verdeckt, die Beleuchtung verbessert und ein sauberes, einheitliches Erscheinungsbild geschaffen werden kann.
Warum eine abgehängte Decke in der Wohnung installieren?
Abgehängte Decken erfüllen mehrere praktische und ästhetische Funktionen. Sie werden sowohl bei Renovierungen als auch im Neubau eingesetzt und sind besonders sinnvoll, wenn technische Installationen integriert werden müssen.
- 🔧 Installationen verbergen
Ideal zum Verstecken von Klimakanälen, Elektroleitungen, Fallrohren oder Abwasserleitungen. - 💡 Beleuchtung verbessern
Ermöglichen den Einbau von Einbauleuchten und indirekter Beleuchtung. - 🎨 Ästhetik aufwerten
Unebenheiten der Rohdecke werden kaschiert und ein einheitliches Finish erzielt. - 📐 Räume visuell strukturieren
Unterschiedliche Zonen innerhalb eines Raums lassen sich optisch abgrenzen.
In Wohngebäuden entsteht durch abgehängte Decken meist ein Hohlraum von 10 cm bis 1 m unter der Rohdecke – ausreichend für Installationen, ohne die Nutzung zu beeinträchtigen.
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| Abgehängte Decken ermöglichen eine saubere Integration von Einbauleuchten |
Wann lohnt sich der Einbau einer abgehängten Decke?
In folgenden Situationen ist der Einbau besonders sinnvoll:
- ❄️ Installation einer Klimaanlage mit Luftkanälen.
- 🚿 Verlegung von Abwasserleitungen zu bestehenden Steigleitungen.
- 🔌 Neuorganisation der Beleuchtung bei Renovierungen.
- 💡 Einbau von Einbauleuchten.
- 🔇 Ergänzung von Wärme- oder Schalldämmung.
Welche Art von abgehängter Decke ist die richtige?
Abgehängte Decken aus Gipskarton und Stuckgips
In Wohnungen werden am häufigsten Gipskartondecken (Pladur) und Stuckgipsdecken eingesetzt. Beide Systeme sind leicht, kostengünstig und bieten eine glatte Oberfläche.
- ✔ Gipskarton ist sauberer und schneller zu montieren.
- ✔ Stuckgips ist in der Regel etwas günstiger.
In der Praxis wird heute meist Gipskarton verwendet, da er vielseitig ist und die Integration von Beleuchtung erleichtert.
Weitere Arten von abgehängten Decken
Es gibt auch Decken aus Holz, textile Spanndecken oder dekorative Designlösungen. Für Wohnräume bleiben jedoch Gipskarton und Stuckgips die praktischsten Optionen.

Wichtige Punkte vor der Installation
- 📏 Mindestlichte Höhe einhalten
– Wohn- und Schlafräume: mindestens 2,50 m
– Bäder, Küchen und Flure: mindestens 2,20 m - 🔍 Revisionsöffnungen vorsehen
Besonders bei großen Deckenflächen oder komplexen Installationen wichtig.
Die abgehängte Decke als Gestaltungselement
Abgehängte Decken können auch dekorativ eingesetzt werden, etwa durch spezielle Formen oder indirekte Beleuchtung.
Eine häufige Lösung sind abgehängte Decken mit Lichtvouten, die mehrere Ebenen schaffen und die Beleuchtung verbergen.
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| Beispiel einer abgehängten Decke mit umlaufender Lichtvoute |
Was kostet eine abgehängte Decke?
Die Kosten hängen von der Fläche, dem gewählten System und der Ausführung ab.
Als Richtwert liegen die Preise meist zwischen 150 €/m² und 250 €/m², inklusive Anstrich und Aussparungen für Leuchten.
Je größer die Fläche, desto günstiger fällt oft der Quadratmeterpreis aus.
Weitere technische Informationen zu Gipskartonsystemen findest du auf der offiziellen Website von
Pladur.
Vergleichstabelle der gängigsten abgehängten Decken
| Typ | Vorteile | Nachteile | Empfohlene Nutzung |
|---|---|---|---|
| Gipskarton | Sauber, schnell, ideal für Beleuchtung | Etwas teurer | Renovierungen, Bäder, Küchen |
| Stuckgips | Sehr günstig, robust | Schmutzigere Montage | Ältere Wohngebäude |
| Holz | Warm und dekorativ | Kosten und Pflegeaufwand | Wohn- und Repräsentationsräume |
| Textil | Leicht, modern | Spezialisierte Montage | Dekorative Bereiche |
| Revisionsdecke | Zugang zu Installationen | Weniger einheitliche Optik | Küchen, Büros |











